Der Stolz des österreich-ungarischenLloyds(Oesterreichische Lloyd), das Dampfschiff „Baron Gautsch“,gleitete entlang der Küstenlinie Trst-Dubrovnik-Kotor. Anfang des 20. Jahrhunderts war „Baron Gautsch“das modernste und das Schönste Dampfschiff der östereich-ungarischen Flotte. Allerdings, der Anfang des Ersten Weltkriegs (1914) war auch der Anfang des Verfalls der östereich-ungarischen Monarchie. Das Kriegsaufkommen spürte man bei jedem Schritt. Staatliche Beamte und Offiziere (dieses einst mächtigen Staates) transportieren ihre Frauen und Kinder nach Italien, welches sich Anfang August als neutraler Staat deklariert hat .Aud seine letzte Reise ohne Rückkehr begab sich das Dampfschiff am Donnerstag, den 13. August 1914. An dem Tag fuhr „Baron Gautsch“aus Kotor Richtung Trieste, wessen Hafen nie erreicht wurde. Nämlich, um 14:45 Uhr schlägt das Dampfschiff mit der linken Seite auf eine Unterwassermine des eigenen Landes ein und verschwindet in weniger als 10 Minuten von der Wasseroberfläche, wobei zahlreiche staatliche Beamte, Offiziere, ihre Familien, sowie zahlreiche Touristen in den Tod mitgerissen werden. Ein Teil der Reisenden wurde nach dem Unglück gerettet, während der Großteil der Reisenden mit dem Dampfschiff vor Rovinj in einer Tiefe von 40 m verschwunden ist. Die Versenkung des „Baron Gautsch“ stellt das tragischste Schiffsunglück der zivilen Adriaflotte dar, und ist nach der Titanic das zweitgrößte Meeresunglück der Welt, gemessen an der Opferanzahl. Die verstorbenen Reisenden werden als erste Zivilopfer im Ersten Weltkrieg betrachtet.
Mit der Tourismusentwicklung, insbesondere des Tauchtourismus, wächst das Dampfschiffwrack „Baron Gautsch“ zu einer der attkraktivsten Tauchdestinationen in der Adria, sowie zu einem der bekanntesten und attraktivsten Tauchstandorte Europas und weltweit. Nach Auswahl der deutschen Zeitschriften ist das Wrack unter den Top 10 in Europa, und unter den Top 50 in der Wlet nach Auswahl von Red Sea Wreck Acadamy UK. Heute steht das Wrack unter Schutz des kroatischen Kulturministeriums.